Musterhaus Making Of – Farben und Wohnen

Hausbau    

Bevor wir mit dem Blick hinter die Kulissen unseres Interior Design Teams beginnen, möchten wir Sie kurz mit den grundlegenden Elementen vertraut machen, die für die Gestaltung von Innenräumen verwendet werden können. Dabei spielen Farben natürlich eine zentrale Rolle und genau aus diesem Grund gibt es von uns heute eine kleine Einführung zum Thema Farben und Wohnen.

Farben sind ein machtvolles Mittel in der Raumgestaltung, denn sie spielen nicht nur eine ästhetische Rolle, sondern haben auch eine psychologische und physiologische Wirkung auf uns. Das liegt daran, dass wir Farben sehr häufig mit Emotionen und Stimmungen verknüpfen. Das passiert zwar eher unbewusst, aber in der Innenraumgestaltung kann man sich diese Verknüpfung dennoch wunderbar zunutze machen. Dazu haben wir hier einmal Beispiele zusammen gefasst, was Menschen in der Regel mit den sechs Grund- und Sekundärfarben assoziieren.

 

Neben den Grund- und Sekundärfarben spielen in der Innenraumgestaltung auch die sogenannten Nichtfarben – Weiß, Schwarz, Grau – eine wichtige Rolle. Die Nichtfarben sind optimale Kombinationsfarben. Weiß kann neutralisieren, aufhellen oder beleben. Schwarz wirkt umkehrend. Alle drei lassen sich wunderbar für Akzente und optische Abgrenzungen nutzen. Gerade bei schwarz und grau ist aber Vorsicht geboten, denn sie lassen einen Raum schnell sehr düster wirken. Weiß hingegen kann Räume bei übermäßiger Benutzung schnell sehr kühl und steril wirken lassen. Darüber hinaus erfreuen sich Erdtöne in der Raumgestaltung besonderer Beliebtheit. Ocker, Siena oder Umbra wirken wärmend und dämpfend und können Beruhigung und Ausgleich fördern. Sie erden uns und strahlen Behaglichkeit aus. Sie eigenen sich besonders gut als Hintergrundfarben.

 

Selbstverständlich gibt es aber eine Reihe von Faktoren, die die Ausprägung dieser Assoziationen mit den einzelnen Farben beeinflussen oder auch zunichte machen können. Kommen beispielsweise nicht die reinen Farbtöne zum Einsatz sondern abgemischte Formen, können diese andere Emotionen in uns hervorrufen. Quantität spielt auch eine wichtige Rolle – so löst ein dezenter roter Akzent natürlich etwas anderes in uns aus als eine von oben bis unten knallrot gestrichene Wand. Außerdem assoziiert auch nicht zwangsläufig jeder Mensch dasselbe mit einer Farbe. Hat jemand eine Lieblingsfarbe, sieht er sie wahrscheinlich anders als andere. Gleiches gilt, wenn eine Farbe mit einem besonders positiven oder besonders negativen Erlebnis verknüpft ist. Ebenso bestehen kulturelle Unterschiede in der Bedeutung von Farben. Dennoch lassen sich ein paar Faustregeln ableiten, die man in der Gestaltung seiner Wohnräume beachten sollte.

Ein Schlafzimmer braucht Ruhe, also nutzen Sie auch ruhige Farben: Violett- oder Fliedertöne, Rosa, ruhige Blautöne oder Erdfarben bieten sich hier besonders an.

In der Küche und im Essbereich soll es appetitlich, frisch und aktiv zugehen, also her mit den frischen Farben: Grüntöne für die Frische, Gelbtöne für die Aktivität oder Rottöne für den Appetit und dem kulinarischen Meisterwerk steht nichts mehr im Wege.

Im Kinderzimmer können unterschiedliche Dinge gefordert sein und die Farbgestaltung sollte dem Alter des Kindes und den damit verbundenen Aktivitäten angepasst werden. Blautöne für den babysanften Schlaf, Gelb- oder Orangetöne für die spielintensiven Jahre und kühlere Blau- oder Grünnuancen, wenn die Kinder im Schulalter viel Konzentration für Hausaufgaben benötigen.

Ein Arbeitszimmer ist zum Arbeiten da und dafür braucht man Konzentration. Um diese zu fördern bieten sich hellere Varianten von Gelb und Grün besonders an. Aber auch ein leichtes Grau kann im Arbeitszimmer die richtige Wahl sein, wenn man es lieber etwas schlichter mag.

Im Wohnbereich soll es gemütlich und kommunikativ zugehen, also her mit den warmen Farben und Erdtönen. Rot, Orange, Gelb, Grün, Braun, Beige – je nach Raumgröße in unterschiedlicher Stärke. Bleiben Sie in kleineren Räumen eher bei den helleren Varianten. Große Räume und hohe Decken vertragen auch stärkere Farben.

Das Bad ist ein Ort der Sauberkeit. Hier bieten sich die Nichtfarben als Basis an. Weiß oder Grau bieten eine gute Grundlage, um mit Handtüchern und Deko anschließend einzelne Farbakzente setzen zu können.

Weniger ist oft mehr und bei der Farbgebung eines Raumes gilt das ganz besonders. Beschränken Sie sich auf 1-2 Grund- und Sekundärfarben und runden Sie das Ganze mit 1-2 Nichtfarben oder Erdtönen ab.

Farbe ist nicht nur an den Wänden. Behalten Sie bei der Farbgestaltung des Raumes auch Möbel, Böden, Vorhänge und Dekoartikel im Auge.

Grundsätzlich gilt aber natürlich: Geschmack ist relativ und die Hauptsache ist und bleibt, dass Sie gerne nach Hause kommen und sich in Ihrem Zuhause rundum wohlfühlen. Nachdem Sie die Grundlagen der Farbenleere nun kennen und einen Einblick in die Wirkung von Farben in Wohnräumen erhalten haben, können Sie also getrost loslegen und sich überlegen, wie Ihr perfektes Schlafzimmer wohl farblich gestaltet werden müsste. In den kommenden Wochen gibt es dann weitere Tipps und Infos zu Texturen, Möbeln, Deko und allem, was sonst noch so dazu gehört. Außerdem erwarten Sie viele Tipps und Tricks unserer Interior Designern – also bleiben Sie dran!

 

 

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Alle Kommentare
  • Lisa Weber

    19.03.2019, 15:53 Uhr

    Toller Beitrag! Gerade erst über Google gefunden.