So sehen Sieger aus – Preisträger des Ideenwettbewerbs mit der Hochschule Bremen

50JahreINTERHOMES, Ideenwettbewerb mit der Hochschule Bremen    

Wie bereits berichtet, wurden vergangene Woche die 14 Entwürfe der Studierenden präsentiert und bereits einen Tag später von der Jury auf Herz und Nieren geprüft. Folgende Kriterien waren für die Bewertung der Entwürfe maßgeblich: Schlüssigkeit des Konzepts, Modularität (Anpassungsfähigkeit an andere Grundstücke), Qualität der Grundrisse (Erschließung, Belichtung/Ausrichtung, Sanitärposition), Äußere Gestaltung (Maße, Proportionen, Fassadenkonzept, realistische Darstellung), Wirtschaftlichkeit (Vorfertigungsanteil, Praktikabilität), Wohnungsmix (Anzahl und Flexibilität der Wohnungstypen), Qualität der Darstellung.

Während sich die Jury bezüglich der ersten beiden Plätze recht schnell einig war, stellte sie Platz drei vor eine größere Herausforderung. Nach einiger Diskussion ist man von der Idee eines dritten Platzes schließlich abgerückt und hat stattdessen weitere sechs Sonder- und Anerkennungspreise verliehen. Nun wollen wir Ihnen aber die glücklichen Preisträger nicht länger vorenthalten.

Erster Platz: Stefanie Deumeland und Mona Kuhnert „DREI ECK E“

Die Verfasserinnen haben drei miteinander in Beziehung stehende Baukörper entworfen, die durch eine einfache Kubatur, sehr weit entwickelte Grundrisse und eine attraktive Gestaltung überzeugen. Die Bewertungskriterien sind vorbildlich und in hohem Maße erfüllt. Die Grundrisstypologie ist sehr intensiv durchgearbeitet und es werden vielfältige Möglichkeiten der  Anordnung und Modularisierung aufgezeigt. Die Gebäude zeigen eine eigenständige Haltung und sind in ihrer architektonischen Ausprägung quartiersbildend und von hoher Qualität. Obwohl die Gebäude bis zu 5 Geschosse erreichen, bleibt der menschliche Maßstab gewahrt, und es ist von einer hohen Aufenthaltsqualität auszugehen. Neben der aufgezeigten monolithischen Bauweise, wird von den Verfasserinnen vorgeschlagen, die Gebäude in Holz zu errichten. Dieser innovative Ansatz wird von der Jury begrüßt. Die Arbeit ist professionell durchgearbeitet und auf einem sehr hohen Niveau präsentiert worden.

Zweiter Platz: Aline Gonsior und Desiree Spahn

Die Arbeit ist durch eine zurückhaltend ruhige Haltung geprägt, die sich in den Grundrissen und der architektonischen Gestaltung widerspiegelt. Die Grundrisse sind professionell durchgearbeitet und von hoher Qualität. Auch wenn die Flexibilität  nicht so groß ist, so wird doch das gewünschte Spektrum unterschiedlicher Wohnungsgrößen angeboten. Die Ausbildung der Gebäudeform und das schöne Modell zeigen eine gut proportionierte Stadtvilla,  wobei von der Jury die vornehm zurückhaltende Gestaltung der Fassaden und die der Arbeit zu Grunde liegende Ordnung gelobt werden. Die Arbeit ist professionell durchgearbeitet und hat, bei einer pragmatischen Herangehensweise, eine große Realitätsnähe. 

Sonder- und Anerkennungspreise

Dominic Lütjen

Die Arbeit zeigt einen einfachen Baukörper, der mit einer pragmatischen Haltung durch eine hohe Wirtschaftlichkeit überzeugt. Die Grundrisse sind gut durchgearbeitet und bilden zusammen mit der Gestaltung der Fassaden eine schlüssige Konzeption.

Jan Laaser und Johannes Eckhardt „Der Bauchladen“

Die Arbeit ist geprägt durch eine den Wohnungen vorgelagerte Erschließung. Über einen offenen Laubengang, der auch als Kommunikationsraum dient, werden Wohnungen unterschiedlicher Größe erschlossen. Die Jury würdigt das besondere Zusammenspiel von Wohnen und nachbarschaftliche Ausrichtung.

Amila Haq und Jefaz Santjaka „THREEFLEX“

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch eine sehr weit entwickelte systematische Herangehensweise. Die Grundrisse sind flexibel, mit einem klaren Konzept zur Modularisierung aufgebaut. Der Entwurf verspricht eine gute Wirtschaftlichkeit und ist sehr gut durchgearbeitet.

Meliha Kök und Fenise Amutcu

Die Verfasserinnen entwickeln eine offene Grundrissstruktur, die unter Verzicht auch konventionelle Flure, die Grundlage für eine modularisierte Ausführung, bilden können. Es wird eine klare architektonische Sprache in Grundriss und Gestaltung gefunden.

Larissa Behrens und Sebastian Ahlers „Backbord – Steuerbord“

Die Arbeit wird mit einem Sonderpreis für die attraktive architektonische Gestaltung des Baukörpers ausgezeichnet. Mit einfachen entwurflichen Mitteln wird eine hohe Qualität in der Baukörpergliederung und der Fassadengestalt erreicht.

Patrick Puchalski und Fahira Kurt

Die Verfasser schaffen mit einer einfachen architektonischen Grundkonzeption ein robustes Gerüst für die Gestaltung der Fassaden. Die Gebäude entwickeln eine große Eigenständigkeit und gestalterische Kraft. Die Jury würdigt dies mit einem Sonderpreis. 

Am Donnerstagabend wurde eine Ausstellung der Arbeiten eröffnet, welche noch bis zum 13.07.2018 (Mo – Fr von 10 – 18 Uhr) in der Hochschule Bremen (Neustadtswall, Hauptgebäude AB, neben dem Foyer) besucht werden kann. Wir können nur sagen: Es lohnt sich!

Wir möchten den Preisträgern an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gratulieren. Die offizielle Überreichung der ausgelobten Preisgelder erfolgt dann im September im Rahmen eines INTERHOMES  Jubiläumsempfangs für Geschäftspartner und Wegbegleiter in der Oberen Rathaushalle.

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