50 Jahre INTERHOMES: Wohnbauträger aus Leidenschaft

 

Als 1936 Karl-Hubert Josef Grabbe als erstes Kind des Dr. Ing. Hubert Grabbe und seiner Frau Maria geboren wurde, wurde ihm nicht an der Wiege gesungen, dass er einmal den Grundstein zu einer der größten privaten Wohnungsbaugesellschaften Deutschlands legen würde. Seit seiner Geburt hat es bis zum heutigen Tage in Deutschland vier verschiedene Währungen gegeben. Doch auch 50 Jahre nach ihrer Gründung, trotz Übergang von DM zum Euro, befindet sich die INTERHOMES AG immer noch im privaten Familienbesitz.

Sein Vater, der Sohn des Baumeisters Josef Grabbe, war Architekt und Spezialist für Ingenieurholzbau. Die deutschen DIN-Normen auf diesem Gebiet wurden von ihm miterarbeitet. Während des Krieges war Dr. Grabbe dienstverpflichtet, um die von den Gegnern Deutschlands durch Luftangriffe verursachten Schäden in Bremen so schnell und so weit wie möglich wieder zu beseitigen. Nach dem Kriege war er als Architekt tätig und half, das zerstörte Bremen wieder aufzubauen.

Als Vater von fünf Kindern erschien ihm ein sicheres Einkommen beim Staat vorteilhafter. Er gab sein Architekturbüro auf und wurde Dozent am ehemaligen Bremer Technikum (der späteren Bau-und Ingenieurschule und der jetzigen Fachhochschule für Technik) Ausbilder von vielen Generationen junger Architekten und Ingenieure. Auch Karl Hubert gehörte für zwei Semester zu seinen Schülern. Ehe sein Studium begann, besuchte er das Alte Gymnasium in Bremen und das Gymnasium Paulinum in Münster/Westfalen. Er war aber, zum Kummer seines Vaters, nur ein mittelmäßiger Schüler und beendete seine schulische Ausbildung, um in Bremen bei der Firma Bötemann eine Ausbildung zum Maurer mit 3 DM Wochenlohn zu beginnen. Er wollte  praktische Kenntnisse für sein späteres Studium erwerben, und bei Bötemann hatte schon sein Vater eine Lehre zum Zimmermann gemacht.

Als Fünfzehnjähriger fand Karl H. Grabbe Zugang zur Jugendgruppe des Bremer Vereins für Luftfahrt und lernte bei dessen legendären Fluglehrer Jan Eilers das Segelfliegen. Segelflug ist ein Gemeinschaftssport. Kameradschaft ist die Grundlage der Zusammenarbeit. Flugzeuge müssen aufgerüstet und gewartet, der Flugbetrieb organisiert werden. Niemand hatte Geld. Flugzeuge wurden selbst gebaut. Und so mussten schon die Jugendlichen organisatorische Aufgaben übernehmen, die sonst nur von Erwachsenen ausgeführt wurden. So lernten „seine Jungs und Mädels“, wie Jan Eilers sie nannte, früh Verantwortung zu tragen, denn Fehler konnten Leben gefährden. Die dort erworbenen organisatorischen Fähigkeiten, die Geldknappheit, das überlegte Treffen von Entscheidungen und die sorgfältige Einschätzung von Risiken und Gefahren haben Grabbe später auch bei seiner beruflichen Arbeit sehr geholfen und waren sicher ein Teil der Grundlage des Erfolges. Fliegt man zu schnell, können die Tragflächen brechen, fliegt man zu langsam, kommt das Flugzeug ins Trudeln. In beiden Fällen gibt es dann das, was man in der Fliegersprache „Bruch“ nennt. Das gleiche gilt in der Wirtschaft.

1956 fuhr Grabbe mit einer kleinen Gruppe von Jungsegelfliegern in die Türkei, um einen Jungpilotenaustausch des Deutschen Aeroclubs mit der türkischen Partnerorganisation TÜRK HAVA KURUMU zu besuchen - damals eine Eisenbahnfahrt von 76 Stunden. Dort lernte er, neben der damals noch überwältigenden Deutschfreundlichkeit der Türken, seine spätere Frau Madelet kennen, die an der nationalen Segelflugschule in Inönü seine Segelfluglehrerin war.

Die gemeinsame Tochter Yasemin ist, nach dem Studium von Business Management und Business Administration und einer mehrjährigen, praktischen internationalen Tätigkeit im Marketingbereich einer großen US-Konsumgüterfirma, heute Aufsichtsrätin und Aktionärin der INTERHOMES AG. Karl-Hubert Grabbe wurde in den 1980er Jahren zum ehrenamtlichen Generalkonsul der Republik Türkei berufen und übte das Amt 17 Jahre, bis zur Übernahme des Konsulates durch seine Tochter, aus. In diesem Amt setze er sich vor allem für die Integration der nach Deutschland gekommenen Gastarbeiter und ihrer Familien ein. „Karl Bey“ fand unter ihnen manch guten Freund. Heute hat die INTERHOMES AG Kunden aus vielen verschiedenen Ländern. Selbst ein Prospekt auf Chinesisch wurde einst in der Region Frankfurt erforderlich, um Kunden in ihrer Muttersprache zu informieren. 

Karl H. Grabbe arbeitete nach dem Abschluss seines Studiums fünf Jahre lang in einem kleinen Architekturbüro, wo er die praktischen Kenntnisse erwarb, die ihm während seiner Ausbildung nicht vermittelt wurden. Ob es Verhandlungen mit Bauherren und die Erkundung ihrer Wünsche, der Umgang mit Behörden, die Konstruktion komplizierter Finanzierungen waren oder die Akquisition von Kunden und die Bauleitung auf Baustellen, die von der Tankstelle bis zur Errichtung eines aus Abbruchmaterial konstruierten Gebäudes mit 26 Wohnungen alle möglichen praktischen Aufgaben beinhalteten. Sein Gehalt, das zu Beginn 450 DM im Monat betrug, erhöhte sich später bis auf 800 DM.

Nach fünf Jahren machte er sich mit seinem Kollegen und Freund Henry Liefing mit einem Architektur- und Ingenieurbüro selbstständig. Der Schritt in die Selbstständigkeit wurde nach der Anmeldung der gemeinsamen Firma mit einem Frühstück für 3.50 DM, die Quittung existiert heute noch, in einem Schnellimbiss gefeiert. Der Anfang war nicht leicht und erforderte viel Geduld. Die neue Firma kam nicht so schnell auf einen zufriedenstellenden Umsatz, wie es sich die beiden Freunde vorgestellt hatte. Schon bei den ersten Aufträgen hatten die Auftraggeber Probleme, das Honorar zu bezahlen. Doch ließen sich die beiden, in festem Glauben an ihren Erfolg, von Rückschlägen nicht beeinflussen, bissen die Zähne zusammen und machten mit viel Optimismus, wenig Geld und harter Arbeit weiter, um die Durststrecke zu überwinden und die ersten Jahre durchzuhalten.

Henry Liefings Eltern stellten im Dachgeschoss ein kleines Büro und oft auch ein Mittagessen zur Verfügung. Frau Grabbe suchte sich eine Stellung in der Luftfahrt, um die Familie finanziell zu unterstützen. Jeder kleine Auftrag war ein Schritt vorwärts. Ans Aufgeben wurde auch bei Rückschlägen nie gedacht, zäh verfolgten die beiden ihren Weg in die Selbstständigkeit gemeinsam weiter.

Im ersten Jahr seiner Selbstständigkeit verdiente Karl H. Grabbe gerade einmal 200 DM im Jahr. Trotz dieser noch geringen  finanziellen Basis beschlossen Grabbe & Liefing, eine Baugesellschaft zu gründen: die PLUSBAU GmbH. Da ausreichendes Kapital nicht vorhanden war, um Grundstücke zu finanzieren, waren die beiden Freunde darauf angewiesen, Grundstückseigentümer zu finden, die bereit waren, ihr Grundstück gegen einen zum Festpreis errichtetes Haus zu tauschen. Da nicht das gesamte Grundstück für das Haus gebraucht wurde, konnte die PLUSBAU GmbH auf dem verbleibenden Restgrundstück mehrere Reihenhäuser errichten und zum Festpreis verkaufen. Damit war der Grundstein für die finanzielle Solvenz der jungen Baugesellschaft gelegt. Bankfinanzierungen wurden möglich. Neben seiner täglichen Arbeit machte Grabbe seine Prüfung als Baumeister vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Bremen. Voraussetzung waren ein abgeschlossenes Studium und eine fünfjährige praktische Tätigkeit. Der gesetzlich geschützte Titel „Baumeister“ war für potentielle Kunden ein Hinweis auf Erfahrung und praktische Zuverlässigkeit und damit ein Vorteil für die Firma.

Natürlich fehlte den jungen Fachleuten noch viel Erfahrung. Die finanzielle Lage war manchmal angespannt, wenn sich der Verkauf langsamer gestaltete als bei der Planung angenommen. Unangenehme Gespräche mit der Finanzierungsbank waren dann die Folge. Zwischenzeitlich wuchs aber auch das Geschäft des Architekturbüros, so dass eine unmittelbare Gefahr für die neue Firma und ihre Bauherren nicht entstand.

Grabbe und Liefing waren beide Fachleute mit einer soliden handwerklichen Ausbildung, die ihre Bauherren durch Qualität, Termintreue und Einhaltung der geplanten Preise überzeugen konnten. Beim komplizierten Umbau der Bremer Niederlassung der holländischen Fluggesellschaft KLM erklärte deren Amsterdamer Oberbauleiter Overhoff nach der Fertigstellung, dass die junge Firma Grabbe & Liefing weltweit die einzige sei, die für die KLM sowohl die geplanten Kosten, als auch den Termin bei der Umstellung der Niederlassungen auf das neue einheitliche Design eingehalten hätte. Ein Grund zum Stolz und ein Hinweis auf solide fachliche Fähigkeiten.

Im Laufe der Tätigkeit wurden Verhandlungen auch mit der amerikanischen Wohnungs-baugesellschaft Dover Construction geführt, die Kontakte in Europa suchte. Der technische Direktor dieser Gesellschaft war John L. Vanco. Noch heute sagt Karl H. Grabbe, dass er fast alles, was er über kommerziellen Wohnungsbau und seine Zusammenhänge weiß, von John L. Vanco gelernt hat. John, die Zusammenarbeit mit ihm war nicht immer einfach, stellte sehr hohe Anforderungen an sich selbst, die er auch auf andere übertrug. Als Dover Construction in den USA in finanzielle Schwierigkeiten geriet, weil man sich beim Grundstückseinkauf übernommen hatte, schlug John den beiden jungen Architekten vor, eine gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft in Deutschland zu gründen, um das bestehende große Marktpotenzial über Bremen hinaus auszunutzen.

Henry Liefing erschien das Risiko zu hoch, das mühsam aufgebaute Kapital der jungen Firma mit einem fast unbekannten Amerikaner zu investieren und dafür eine Firma, die mittlerweile gute Erfolge aufwies, aufzugeben. Karl H. Grabbe, überzeugt davon, dass eine Zusammenarbeit auf der Basis von deutschen Erfahrungen und amerikanischem Knowhow eine neue große Chance bot, verkaufte seine Firmenanteile an Henry Liefing und investierte 1968 den gesamten Betrag in die Gründung der International Homes GmbH, die später in INTERHOMES umbenannt wurde. John L. Vanco investierte den gleichen Betrag. Er verkaufte seinen amerikanischen Besitz und zog mit seiner ganzen Familie nach Deutschland um. So wollte er den Ernst seiner Absicht nicht nur seinem Partner gegenüber, sondern auch sich selbst und seiner Familie beweisen.

Ein kleines Büro, an der Herrlichkeit 15 in Bremen, romantisch und im Winter sehr kalt, direkt an der Weser gelegen, wurde angemietet. Es war eines der zwei letzten erhaltenen Häuser auf dem historischen Bremer Teerhof, den ein Luftangriff am 6. Oktober 1944 fast ganz zerstört hatte. Aus dem Fenster sah man den damals noch regen Bockschiffverkehr, gegenüber lag die Martinikirche – ein eindrucksvolles Panorama. Der Blick, und oft auch eine Flasche Bier nach Feierabend, trugen zur Entspannung nach der Arbeit bei.

Mit finanzieller Hilfe der Kreissparkasse Syke wurde südlich Bremens ein Grundstück angekauft und die erste Wohnanlage der neuen Firma geplant. Schon die PLUSBAU hatte bei einer ihrer ersten Wohnanlagen ein Musterhaus zur Besichtigung durch Bauinteressenten eingerichtet. Die INTERHOMES, damals noch eine GmbH & Co. KG, errichtete für ihre erste Wohnanlage in Erichshof in Weyhe bei Bremen ein Musterhauszentrum nach amerikanischem Vorbild mit vier unterschiedliche Musterhäusern, die sorgfältig farblich und vom Material her abgestimmt und auf verschiedene Familiengrößen und Einkommensgruppen ausgerichtet waren. Das billigste Haus war eine Doppelhaushälfte mit Garage und kostete damals, einschließlich voll eingerichteter Küche, 60.000 DM (= 30.000 €) - ein Preis, der weit unter allem lag, was der deutsche Markt zu jener Zeit anbot.

Wie weit schon damals der INTERHOMES-Preis unter den üblichen Marktpreisen lag, erhellt eine Anekdote. Grabbe saß noch spät abends arbeitend im Büro, als das Telefon klingelte. Am anderen Ende war der Journalist einer örtlichen Tageszeitung. Als Grabbe sich meldete, kam die Frage: “ Herr Grabbe sind, sind Sie das wirklich?“. Es stellte sich heraus, dass ein Wettbewerber der Presse gesteckt hatte, dass der Geschäftsführer der INTERHOMES mit den ersten eingenommenen Geldern durchgebrannt sei, denn es sei unmöglich für die angebotenen Preise die versprochenen Häuser überhaupt zu liefern.

Innerhalb von 6 Wochen waren die 68 Häuser der ersten Wohnanlage verkauft. Mit dem verdienten Geld als Grundlage und der finanziellen Unterstützung der Kreissparkasse Syke wurden im Bremer und Frankfurter Raum neue Grundstücke angeschafft, erschlossen und mit neuen preiswerten Häusern bebaut. Die Kombination von amerikanischen Knowhow und deutschen Fachwissen bewährte sich. Weitere Wohnanlagen entstanden. John L. Vanco ging mit seiner Familie nach Brüssel, um dort eine belgische INTERHOMES-Firma aufzubauen. Diese Firma verblieb, zusammen mit dem Frankfurter INTERHOMES- Bereich, nach dem viel zu frühen Tode von John L. Vanco, der mit 54 Jahren bei seiner Arbeit im Büro in Brüssel starb, im Besitz seiner Erben.

Die 2018 mit ihren Vorgängergesellschaften 50 Jahre alte deutsche INTERHOMES AG befindet sich nach wie vor im Familieneigentum und hat mit vorsichtigem Wachstum und auf solider finanzieller Grundlage mittlerweile einen Jahresumsatz von etwa 400 Häusern und Wohnungen im Wert von etwa 150 Millionen Euro erreicht, Tendenz steigend. Aus den anfangs drei Mitarbeitern, einschließlich der Inhaber, sind über 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geworden. Damit ist die INTERHOMES AG wahrscheinlich einer der größten deutschen reinen Wohnungsbauträger in Familienbesitz. Sie ist heute in zehn deutschen Bundesländern tätig. Neben dem klassischen Wohnungsbau für einzelne Bauherrinnen und Bauherrn ist die INTERHOMES AG heute auch in Kooperation mit Partnerfirmen tätig. Langsam sind es auch Großanleger, die der Firma beim Bau von Hunderten von Wohnungen Vertrauen schenken. Fragt man Grabbe nach dem Erfolg der Firma, dann weist er darauf hin, dass auch ein Quäntchen Glück dazu gehört, erfolgreich zu sein. Sein Spruch „Glück ist der Zufall, der auf die richtigen Vorbereitungen trifft.“ ist zum geflügelten Wort geworden. Daneben zitiert er gern den verstorbenen Professor Geyer der Uni Oldenburg: „Der eigene Standpunkt ist ein Gesichtskreis mit dem Radius Null.“ So will er seinen Mitarbeitern klar machen, dass nichts so gewiss ist wie die ständige Veränderung des Umfeldes, der man sich und die eigene Arbeit immer wieder anpassen muss, um Erfolg zu haben.

Ein erfahrenes Management und eine sorgfältige Nachfolgeplanung garantieren Solidität. Grabbes Enkelin Aylin macht gerade eine Ausbildung als Kauffrau der Wohnungswirtschaft. Nach Abschluss der Lehre will sie ein Studium als Wirtschaftsingenieurin aufnehmen. Grabbes Enkel Enver beginnt, nach einem vorherigen Praktikum, gerade sein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Beide planen spätere Praktika in den USA. Natürlich hoffen Eltern und Großeltern, dass die beiden die notwendige persönliche Eignung und Motivation sowie den Wunsch haben, später einmal in die Führung der INTERHOMES AG einzutreten.

Nicht nur die finanzielle Ausstattung der INTERHOMES AG wird von den deutschen Ratingagenturen mit der Bestnote bewertet, sondern auch als Arbeitgeber gehört die INTERHOMES AG in ihrer Branche zu den am besten bewerteten Firmen ihrer Branche. Mehrfach wurde die INTERHOMES AG zum „Great Place to Work“ ausgezeichnet, zuletzt 2017. Die solide Arbeit von Vorstand und Mitarbeitern gewinnt hier eine externe unabhängige Bestätigung.

Ein starker Pfeiler beim Wachstum der Firma war auch die Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Syke. Es gibt wohl nur wenige Bankbeziehungen im Wohnungsbau, die sich ununterbrochen über mehr als 50 Jahre in enger Zusammenarbeit bewährt haben. Grundlage dieser guten Zusammenarbeit ist ein offener Umgang miteinander und ein von Grabbe aufgebautes Managementinformationssystem MIS, das monatlich den Stand der Firma zusammenfasst und keine Unklarheiten zulässt. Grabbes Grund zur Entwicklung dieses im Wohnungsbau unbekannten Systems war die Einsicht, dass ein ständig offenes Kontrollangebot an die Finanzierungsbanken die Sicherheit der finanziellen Firmengrundlage und die Entscheidungen der Firmenführung positiv beeinflusst. Grabbe selbst ist Techniker. Die Unterstützung der erfahrenen Bankfachleute sah er nicht als einengende Kontrolle, sondern als unbezahlte Hilfe dort, wo seine eigene Ausbildung Lücken hatte. Heute ist der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Syke, einem Institut mit mehr als vier Milliarden Euro Bilanzsumme, Bernd Wagemann, nach seiner Pensionierung Aufsichtsratsvorsitzender der INTERHOMES AG. Seine breite Erfahrung auf dem Finanzierungssektor ist für die Arbeit der Firma ein großer Vorteil.

Wie die Liste der bisherigen Beiräte und Aufsichtsräte der INTERHOMES AG am Ende ausweist, haben auch der Rat und das Engagement anderer gestandener Wirtschaftsfachleute nicht nur zum Erfolg der Firma beigetragen, sondern diese durch ihre Tätigkeit auch die Seriosität der INTERHOMES AG unterstrichen.

Karl H. Grabbe schrieb viele in Fachzeitschriften erschienene Artikel zum Thema Wohnungsbau und war lange Jahre Vorsitzender der „Bremer Arbeitsgemeinschaft der freien Wohnungsunternehmen“ (ARGE) im „Bundesverband freier und privater Wohnungsunternehmen“ (BFW). Wie schwierig der Markt im Wohnungsbau mit seinen politisch beeinflussten Höhen und Tiefen ist, lässt sich aus der Tatsache ablesen, dass von den ursprünglich etwa 30 Firmen der ARGE nur vier Firmen die letzten 50 Jahre überlebt haben. Die Tätigkeit der INTERHOMES AG wurde nach einem Vortrag Grabbes in den USA im Protokoll des US-Kongresses (Congressional Record) beispielhaft erwähnt. Sie erschien auch lobend nach einer Abgeordnetenanfrage im Protokoll des Deutschen Bundestages, damals noch in Bonn. „Starthomes“, die Juniorlinie des INTERHOMES-Portfolios, wurde 2016 offiziell vom  Bundesbauministerium mit dem „FIABCI Prix d’Excellence Germany 2016“ Sonderpreis für bezahlbares Wohnen ausgezeichnet. Als Dank für ihre Unterstützung von Biopat wurde außerdem eine neu entdeckte Orchideenart in „catasetum interhomesianum“ nach der INTERHOMES AG benannt.

Heute ist Karl H. Grabbe als Generalbevollmächtigter und größter Aktionär der INTERHOMES AG Ratgeber des Vorstandes und stellt seine Erfahrung aus mehr als 50 Jahren im Wohnungsbau zur Verfügung.

Das Wachstum der Firma erforderte neue Wege. Ein geschäftsführender Vorstand wurde erforderlich, um die Verantwortung für die INTERHOMES AG auf mehrere Schultern zu verteilen. Der Vorstand leitet die INTERHOMES AG und besteht aus langjährig erfahrenen Fachleuten, die ein professionelles und risikobewusstes Management garantieren. Der Vorstandsvorsitzende, Dipl.-Ök. Frank Vierkötter, mit mehr als 2 Jahrzehnte Firmenerfahrung und vorheriger international verantwortlicher Tätigkeit in anderen Bereichen, ist stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Freier Wohnungsunternehmen (BFW) und setzt das ehrenamtliche Engagement der Firma bei der öffentlichen Vertretung gemeinsamer Interessen des Wohnungsbaus fort.
Dipl.-Ing. Fred Wessel, als Bauleiter 1981 in die Firma eingetreten, lenkt als Technischer Vorstand die praktische Seite des Geschäftes. Er vertritt die INTERHOMES AG in der Arbeitsgemeinschaft der freien und privaten Wohnungsunternehmen in Bremen.

Firmenziel ist immer noch, wie seit Gründungstagen, die Errichtung preiswerter, ökooptimierter Häuser und Wohnungen für Menschen mit normalen Einkommen. Wohnungen und Häuser der gehobenen Klasse ergänzen das Angebot. 2017 wurde in Berlin, dem aktuell größten Markt der INTERHOMES AG, der erste Showroom eingerichtet, in dem zukünftige Bauherrinnen und Bauherrn die mögliche Ausstattung ihres INTERHOMES-Hauses oder -Wohnung in der ganzen umfangreichen Angebotsbreite sehen und zum Festpreis nach eingehender Beratung auswählen können. Ein zweiter Showroom im der Region Frankfurt befindet sich in Vorbereitung. Weitere werden folgen, um eine gute Betreuung der INTERHOMES-Kunden zu gewährleisten.

Innovative Ideen und solide Finanzierung werden, neben motivierten und kundenorientierten Mitarbeitern und einem erfahrenen und professionellen Management, auch in Zukunft die Arbeit der INTERHOMES AG bestimmen. Nach wie vor gilt der schon 1968 von Karl H. Grabbe vorgegebene Grundsatz, dass nur zufriedene Kunden den Erfolg einer Firma garantieren. Nur zufriedene Kunden sichern Arbeitsplätze. Die Kundenzufriedenheit wird von der INTERHOMES AG laufend verfolgt und liegt in der Vergangenheit jedes Jahr, mit einer Ausnahme, viel höher als 90 Prozent. Das ist ein Wert, der in der Baubranche, die unter freiem Himmel tätig ist, sicher eine positive Ausnahme darstellt – wenn er denn überhaupt gemessen wird. Unser Ziel: Der zufriedene Kunde“. Kundenzufriedenheit ist Garantie für sichere Arbeitsplätze, aber auch die Voraussetzung dafür, dass die INTERHOMES AG noch lange und erfolgreich im Wohnungsbau tätig sein wird.

 

Zeitraum

Aufsichtsratsvorsitzende

   

ab 2016

 Bernd Wagemann

Gerd Stötzel

  Yasemin P. Vierkötter

2012 - 2016

 Bernd Wagemann

Gerd Stötzel

   Holger U. Birkigt

2011 - 2012

 Bernd Wagemann

Ingo Kramer

   Holger U. Birkigt

2009 - 2011

 Werner Teetz

Ingo Kramer

   Holger U. Birkigt

2004 - 2009

 Dr. Horst Brand

Werner Teetz

   Ingo Kramer

2002 - 2004

 Dr. Horst Brand

Ingo Kramer

   Prof. Dr. Heinrich Frick